Offene Feedback-Kultur als wirtschaftlicher Faktor

Mitarbeitende binden: Gekommen, um zu bleiben

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Eine offene Feedback-Kultur ist das A und O, um Mitarbeiter:innen langfristig zu behalten. Emotionale Bindung und Identifikation mit dem Unternehmen ist jedoch kein Selbstzweck – sie erweist sich auch wirtschaftlich als maßgeblicher Erfolgsfaktor.

Mitarbeiter:innen zuzuhören, ihre Wünsche ernst zu nehmen und sie partizipieren zu lassen, ist Zeichen einer gesunden Unternehmenskultur und ein wichtiger Pfeiler von nachhaltigem Erfolg. Die Rechnung der Win-Win-Situation ist dabei so simpel wie überzeugend: Besteht eine aufrichtige, konstruktive Feedback-Kultur fühlen sich Mitarbeitende in ihren Anliegen gesehen und gehört. Ihre Zufriedenheit sowie emotionale Bindung an den Arbeitsplatz steigt und damit auch ihre Identifikation mit dem Unternehmenserfolg. Und während die erhöhte Produktivität gewinnbringend für den Unternehmenserfolg verbucht werden kann, sinken gleichzeitig die Kosten von Mitarbeitenden-Fluktuation, Kündigungen und Abfindungen. 

Inwiefern kununu-Bewertungen ein wertvoller Beitrag zur Mitarbeiter:innen-Bindung sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Mitarbeiter:innen zuhören heißt Mitarbeiter:innen binden

Eine Beobachtung dürften vermutlich alle Arbeitgeber bereits gemacht haben: Zufriedene Mitarbeitende, die eine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen spüren, sind engagierte und effiziente Mitarbeitende. Das bestätigt auch der “Engagement Index Deutschland 2020” der renommiertesten Studie zu den Themen Arbeitsumfeld und Führungskultur, des Beratungsunternehmens Gallup: Die Summe der Fehlzeiten ist bei motivierten Mitarbeiter:innen unterdurchschnittlich gering, ebenso die Gefahr von Burnout.  

In der Studie werden auch zwei augenscheinlich gegenläufige Entwicklungen deutlich: Während die Bereitschaft zum Jobwechsel einerseits gestiegen ist, sind Arbeitnehmer:innen gleichzeitig emotional bindungswilliger geworden. Betrachtet man diese beiden Punkte als zwei Seiten einer Medaille, wird deutlich: Mitarbeitenden suchen einen Arbeitgeber, bei dem sie sich als Teil des großen Ganzen sehen können und das Gefühl haben, dass ihre Anliegen dort gut aufgehoben sind und Gehör finden.

Das trifft insbesondere auf junge Talente zu, die am Anfang ihrer Karriere stehen und gerade in die sich rasant wandelnde Arbeitswelt hineinwachsen. Angehörige der sogenannten Generationen Y und Z (also ab den 1990er-Jahren Geborene) legen großen Wert auf Selbstentfaltung und möchten das in einem Arbeitsumfeld verwirklichen, das nachhaltig ihr Entwicklungspotenzial ausschöpft.

Auf dem Weg zum Wir: Arbeitgeber profitieren wirtschaftlich von zufriedenen Mitarbeiter:innen

Neben dem Wunsch nach Diversität oder Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur beinhaltet das auch das Bedürfnis nach einem “Wir”-Gefühl bei gleichzeitiger Anerkennung ihrer Persönlichkeit. Eine offene Feedback-Kultur verbindet als Scharnier gewinnbringend all diese Aspekte:

  • Das Gefühl, gehört zu werden, hat positive Effekte auf das Engagement der Mitarbeitenden.
  • Engagierte Mitarbeitende sind bedeutend für langfristigen Unternehmenserfolg, weil die Gefahr von Mitarbeitenden-Fluktuation sinkt.
  • Unternehmen können immens viel von konstruktivem Feedback ihrer Mitarbeitenden lernen und Defizite frühzeitig beheben.

Übrigens: Materielle Anreize wie zusätzliche Urlaubstage oder Boni spielen für die Loyalität von Mitarbeitenden mittlerweile eine untergeordnete Rolle – laut Global Talent Monitor, der repräsentativen Studie des Analysehauses CEB, steht beispielsweise das Gehalt nur noch an sechster Stelle für deutsche Arbeitnehmer:innen, wenn es darum geht, welche Faktoren sie für die Bewertung einer Stelle für relevant halten.

Arbeitgeber-Attraktivität als unterschätzter wirtschaftlicher Wettbewerbsvorteil

Die Kunst der Mitarbeiter:innen-Bindung, auch Retention Management genannt, muss sich somit an die Veränderungen der Arbeitswelt anpassen. Wer Mitarbeiter:innen langfristig behalten und motivieren möchte, sollte somit die richtigen Maßnahmen finden, um ihrem Wunsch nach Identifikation und emotionaler Bindung gerecht zu werden.

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist für den nachhaltigen Unternehmenserfolg enorm wichtig, wie Arbeitgeber von Arbeitnehmer:innen wahrgenommen werden – sowohl “nach innen” für bestehende Mitarbeitende als auch “nach außen” für potenzielle Job-Kandidat:innen. Der Erfolgsfaktor Employer Branding, also das Präsentieren der Arbeitgebermarke, spielt eine maßgebliche Rolle, wenn es darum geht, hochqualifizierte Mitarbeiter:innen im Kampf um Talente zu gewinnen und zu halten.

Und: Nicht nur Unternehmen möchten engagierte Mitarbeitende haben, die sich motiviert einbringen. Auch Mitarbeitende wollen stolz auf ihren Arbeitgeber sein. Der Engagement Index Deutschland 2020 spricht in dieser Hinsicht eine eindeutige Sprache: 

Mitarbeitende mit einer hohen emotionalen Bindung an ihr Unternehmen würden zu 85 % die Produkte und zu 74 % den Arbeitsplatz ihrer Firma weiterempfehlen. Im Vergleich: unter Mitarbeitenden, die keine Bindung aufweisen, würden 23 % die Produkte und gerade mal acht ihren Arbeitsplatz ihrer Firma ihren Freund:innen und Familienangehörigen anvertrauen.

Nicht-Zuhören als Verlustgeschäft

Fehlende emotionale Bindung stellt somit nicht nur einen großen Image-Schaden dar. Mitarbeitenden-Fluktuation erweist sich als kostspielige Angelegenheit für Unternehmen, denn dabei entstehen:

  • Kosten für Kündigungen und Abfindungen
  • Verlust von wertvollem Wissen und Erfahrungen
  • Kosten für Recruiting, Bewerbungsprozess, Einarbeitung

Nicht zu unterschätzen sind dabei auch die Kosten einer inneren Kündigung. Laut des Engagement Index 2020 beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden aufgrund von inneren Kündigungen auf eine Summe zwischen 96,1 und 113,9 Milliarden Euro. Übersetzt heißt das: Fehlende emotionale Bindung frustriert nicht nur Arbeitgeber und Mitarbeitende. Unternehmen können sich eigentlich auch in wirtschaftlicher Hinsicht kein mieses Retention Management leisten.

Die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund von innerer Kündigung belaufen sich auf eine Summe zwischen 96,1 und 113,9 Milliarden Euro.

kununu ermöglicht Unternehmen eine doppelte Chance:

  1. Zum einen können Arbeitgeber über Mitarbeitenden-Bewertungen auf kununu tendenzielle Schieflagen frühzeitig registrieren und aufgreifen. Sie können entsprechende Veränderungen einleiten, noch bevor sich Mitarbeitende emotional ausklinken. Diese fühlen sich stattdessen involviert und sind bereit, an den Veränderungen mitzuwirken. Oder noch viel schöner: Angenehme Arbeitsbedingungen finden in Form von positiven Bewertungen die wohlverdiente Aufmerksamkeit.
  2. Zum anderen trägt kununu dazu bei, dass sie sich authentisch als attraktiver und zukunftsfähiger Arbeitgeber präsentieren können. Authentisches Employer Branding stellt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar, der von talentierten Job-Kandidat*innen längst als äußerst relevant betrachtet wird.

Insbesondere letzterer Punkt wird auf Arbeitgeber-Seite noch häufig unterschätzt, wie eine kürzlich erschienene Studie von kununu zeigt. Häufig überwiegt die Angst vor negativem Feedback gegenüber der Vision einer ehrlichen und authentischen Unternehmenskultur, in der konstruktiv über Feedback geredet wird. Wie allerdings an den genannten Punkten deutlich wurde, gibt es auf dem Weg zu einer offenen Feedback-Kultur sehr viel zu gewinnen und viele Verluste zu vermeiden – ob zwischenmenschlich oder wirtschaftlich.

Motivieren Sie Ihre Mitarbeitenden zu mehr kununu Bewertungen

Nutzen Sie kununu, um den Dialog zu beginnen und zuzuhören. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden dazu, auf kununu Bewertungen zu Ihrem Unternehmen zu hinterlassen. Bei der Bewertung sollte es jedoch nicht stehen bleiben: Greifen Sie das Feedback auf, integrieren Sie es in ihre Feedback- und Unternehmenskultur und nehmen Sie ernst, was Ihre Mitarbeitenden Ihnen sagen. Für den zukünftigen Unternehmenserfolg sind Sie auf langfristig motivierte und emotional investierte Mitarbeitende angewiesen – gegenseitiges Zuhören und Wertschätzen ist hierfür das A und O.

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