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Employer Branding

Arbeitgeberbewertungen: So reagieren Sie richtig

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Wir haben 5 Tipps, wie Sie erfolgreich auf gute und schlechte Arbeitgeberbewertungen reagieren:

  1. Jede Rückmeldung – ob positiv oder negativ – bietet Ihnen eine Chance, etwas zu lernen. Behalten Sie diesen Gedanken im Kopf, wenn Sie sich mit einer Arbeitgeberbewertung auseinandersetzen.
  2. Nehmen Sie jede Bewertung ernst und befassen Sie sich mit ihr, denn sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihre Haltung und Ihre Stimme in Ihrem Employer Branding nicht wahrgenommen werden. Zudem könnte der Eindruck entstehen, dass sich Ihr Unternehmen nicht für die Erfahrungen der Mitarbeiter interessiert – was sowohl bei potenziellen Bewerbern als auch bei Ihren aktuellen Mitarbeitern schlecht ankäme.
  3. Atmen Sie bei einer negativen Bewertung erst einmal durch und geben Sie sich nicht dem ersten Impuls hin, in die Defensive zu gehen und mit dem/der BewerterIn ein Streitgespräch zu beginnen. Auch wenn Sie mit dem Inhalt nicht einverstanden sind, sollten Sie kritisch untersuchen, ob nicht doch ein Körnchen Wahrheit in der Bewertung steckt und überlegen, was Sie aus dieser Kritik lernen können. Durch eine ruhige und sachliche Antwort können Sie anschließend die menschliche Seite Ihres Unternehmens zeigen.
  4. Jede Bewertung ist eine Chance, die Integrität, die Professionalität und die Dialogbereitschaft Ihres Unternehmens unter Beweis zu stellen. Reagieren Sie also immer verständnisvoll, selbst auf negative Bewertungen.
  5. Eigentlich ist es ganz leicht: Der richtige Umgang mit Arbeitgeberbewertungen beginnt damit, dass Sie in den Bewertungsportalen eine aktive Rolle einnehmen und eine einfache Strategie entwickeln, wer in welcher Art auf welche Bewertung antworten soll.

Den Anfang machen

Bevor Ihr Unternehmen damit beginnt, auf – positive oder negative – Arbeitgeberbewertungen zu reagieren, sollten Sie zwei Dinge tun:

Bestimmen Sie eine Person (oder ein Team) innerhalb Ihres Unternehmens, die für die Beantwortung der Arbeitgeberbewertungen im Internet verantwortlich ist. Damit schaffen Sie Klarheit darüber, wer künftig auf neue Bewertungen reagieren soll.

Definieren Sie einen Prozess und allgemeine Richtlinien dafür, wie Ihr Team auf die Bewertungen durch Ihre Mitarbeiter reagiert. Was darf zum Beispiel in Ihrer Antwort geschrieben werden und was nicht? Wie lang soll die Antwort sein? Wer „unterschreibt“ die Antwort: eine bestimmte Person oder „Ihr Unternehmen“? Welchen Nutzen können Sie für Ihr Unternehmen aus den Bewertungen ziehen? Je weiter die Anzahl der Arbeitgeberbewertungen wächst, desto mehr werden Sie es zu schätzen wissen, dass Sie sich schon früh mit diesen Themen beschäftigt haben.


Der richtige Umgang mit positiven Arbeitgeberbewertungen

Bringen Sie Ihre Wertschätzung zum Ausdruck. Wenn sich jemand die Zeit genommen hat, seine Gedanken über Ihr Unternehmen mitzuteilen (besonders die positiven), dann verdient er einen Dank für seine Zeit und seine Mühe. Auch wenn Sie sonst nichts schreiben möchten – schreiben Sie wenigstens ein „Danke“!

Greifen Sie Einzelheiten auf, die in den Bewertungen genannt werden. Indem Sie sich (falls angebracht) auf Details beziehen, zeigen Sie, dass Sie nicht einfach nur einen Standardtext in Ihre Antwort kopiert haben. Die BewerterInnen sehen so, dass Sie sich mit der Rückmeldung tatsächlich befasst haben, wodurch ihre ohnehin schon positive Einstellung zu Ihrem Unternehmen weiter zunimmt. Und wer weiß – vielleicht können Sie aus diesem Personenkreis sogar Botschafter für Ihre Employer Brand gewinnen?

Unterschreiben Sie Ihre Antworten mit dem Namen einer Person. Damit betonen Sie noch einmal, wie wertvoll die Perspektive jedes einzelnen Mitarbeiters für Sie ist. Die Antworten wirken persönlicher, wenn sie von einer Person unterschrieben werden und nicht von einem Unternehmen. Dadurch vermitteln Sie den BewerterInnen das Gefühl, dass ihre Rückmeldung intern wahrgenommen und berücksichtigt wird – und dass sie einen Ansprechpartner haben, an den sie sich bei Bedarf wenden können.

Teilen Sie die Bewertung. Gute Bewertungen sind großartiger, teilbarer Content, der Ihre Marke stärkt. Verbreiten Sie gutes Feedback in sozialen Medien, auf Ihrer Karriere-Webseite und im Rahmen Ihres Einstellungsverfahrens. So können Sie für Ihr Unternehmen den größtmöglichen Nutzen aus positiven Bewertungen ziehen.


Der richtige Umgang mit negativen Arbeitgeberbewertungen

Setzen Sie sich mit negativen Bewertungen zunächst intern auseinander, bevor Sie antworten. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass alle Personen im Unternehmen, die von diesen Bewertungen wissen sollten, informiert sind, und darin übereinstimmen, welche Bedeutung sie für Ihr Unternehmen haben und was Sie aus ihnen lernen können. In jeder negativen Bewertung steckt eine Chance, etwas in Ihrem Unternehmen zu verbessern; dazu müssen Sie ihr aber die gebührende Aufmerksamkeit widmen.

Betrachten Sie die Angelegenheit aus der Perspektive der Person, die die Bewertung abgegeben hat – und zeigen Sie Verständnis. Bei einer schlechten Bewertung sollten Sie berücksichtigen, dass sie von einer realen Person geschrieben wurde, und dass diese Person Gründe hatte, eine solche Bewertung zu schreiben. Vielleicht ist der/die BewerterIn gekränkt, wurde respektlos behandelt oder hat einfach eine schlechte Erfahrung mit Ihrem Unternehmen gemacht. Sie dürfen anderer Meinung sein als der/die BewerterIn, aber Sie sollten dennoch versuchen, sich in seine/ihre Lage zu versetzen, und Entgegenkommen zu zeigen. Damit signalisieren Sie der Person (und nicht nur ihr), dass Sie ein offenes Ohr für sie haben.

Setzen Sie der Kritik nützliche und sachliche Informationen entgegen. Lassen Sie eine negative Bewertung nicht unbeantwortet, denn damit erhielte der/die BewerterIn einen starken Einfluss auf die Employer Brand, die Ihr Unternehmen nach außen tragen möchte. Sehen Sie Ihre Antwort als Chance, den Standpunkt Ihres Unternehmens darzulegen.

Setzen Sie das Gespräch fort. Bieten Sie BewerterInnen an, Sie persönlich zu kontaktieren, um ihre Kritik ausführlicher zu besprechen. Damit demonstrieren Sie die Bereitschaft Ihres Unternehmens, zuzuhören und mit Mitarbeitern in den Dialog zu treten. Vielleicht können Sie hier sogar etwas lernen. Manche Unternehmen haben für solche Fälle einen bestimmten Ansprechpartner; andere nutzen eine spezielle E-Mail-Adresse. Überlegen Sie, was für Ihre Mitarbeiter am sinnvollsten wäre.

Am besten halten Sie Ihre Antwort so klar wie möglich, damit Sie einerseits Ihren Standpunkt vermitteln können, andererseits aber keinen Spielraum für (falsche) Interpretationen lassen.


Was passiert mit Ihrer Employer Brand, wenn Sie nicht auf Bewertungen reagieren?

  • Schon eine einzige, unbeantwortete negative oder ungerechtfertigte Bewertung kann interessierte Bewerber abschrecken. Darüber hinaus können Jobsuchende die fehlende Rückmeldung Ihres Unternehmens als Zeichen von Desinteresse werten.
  • Ihre derzeitigen Mitarbeiter könnten eine fehlende Reaktion so interpretieren, dass es Ihrem Unternehmen gleichgültig ist, wie es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dies könnte sich negativ auf ihre Arbeitsmoral auswirken.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein unausgewogenes Bild Ihres Unternehmens entsteht ist sehr hoch. Schließlich lassen Sie zu, dass Ihr Unternehmen einseitig beurteilt wird. Indem Sie aktiv mit Bewertungen umgehen, erschaffen Sie ein ausgewogenes, authentisches und transparentes Bild Ihres Unternehmens.

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