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kununu im SAATKORN Podcast mit Gero Hesse

„Arbeitgeber:innen sollten mehr Mut zum Profil zeigen“

Neue Features, neue Struktur, neue Inhalte: Zu Gast im SAATKORN Podcast verriet Chesran Glidden, Head of B2B bei kununu, wie sich die Plattform jüngst entwickelt hat, wonach Talente wirklich suchen und warum ein 5,0-Score nicht das erklärte Ziel für Arbeitgeber sein sollte.

„Wir sind sehr zufrieden. Wir sind vor allem dann zufrieden, wenn unsere Nutzer:innen zufrieden sind“, resümiert Chesran Glidden im SAATKORN Podcast den Relaunch des Unternehmensprofils auf kununu, der im Oktober 2020 ausgerollt wurde. Von der neuen Seitenstruktur profitieren sowohl Arbeitnehmer:innen als auch Arbeitgeber. Jobsuchenden wird das Auffinden aller relevanten Arbeitgeber-Informationen durch eine vereinfachte Navigation erleichtert. Unternehmen können sich in ihrem Profil noch authentischer und differenzierter darstellen. Wie? Unter anderem mithilfe eines prominenten Mission-Statements, das Kandidat:innen aufzeigt, was das Unternehmen auszeichnet.

Der Relaunch ist eine logische Weiterentwicklung der kununu Mission: Eine größere Transparenz innerhalb der Arbeitswelt durch mehr Workplace Insights. Einen Meilenstein in diese Richtung markierte neben der Integration des Kulturkompasses auch die Einführung der Gehaltsangaben, zu denen inzwischen rund 1,2 Millionen Datenpunkte in D-A-CH gesammelt wurden. Arbeitnehmer:innen können nun nicht nur das Durchschnittsgehalt einer Jobrolle einsehen, sondern auch erfahren, welche Berufserfahrung in welcher Branche für welches Gehaltsniveau erforderlich ist. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich erscheint: Die Gehaltstransparenz hilft auch Unternehmen, die richtigen Talente zu finden.

„Es geht darum, dass die Werte-Sets von Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen in Abgleich kommen.“

Chesran Glidden, Head of B2B bei kununu

Werte-Set abgleichen statt überhöhte Erwartungen schaffen

Letztendlich komme es darauf an, Bewerber:innen die Informationen bereitzustellen, die ihnen bei der Entscheidungsfindung nach einem passenden Job helfen. Dazu gehöre auch die Information zum Thema Gehalt. „Da geht es auch nicht um Augenwischerei“, konstatiert Glidden. „Gehalt ist eine wichtige Komponente, die muss aber auch nicht die wichtigste sein.“ Wenn es nicht die überdurchschnittlich hohe monetäre Vergütung ist, können schließlich auch andere Aspekte wie Benefits oder kulturelle Merkmale für Bewerber:innen herausstechen.

Das Hervorheben solcher charakteristischer Eigenschaften würde erst die Employer Value Proposition ausmachen, mit denen sich Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen identifizieren können. „Es geht darum, dass die Werte-Sets der Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen in Abgleich kommen“, hebt Glidden die Bedeutung des Cultural Fits hervor. Die Wahlhamburgerin beobachtet diesbezüglich eine positive Entwicklung seitens der Arbeitgeberschaft, die die Übereinstimmung der Wertvorstellungen zunehmend in den Fokus rücken. Denn eines ist klar: „Es hilft nicht, ganz oben im Funnel viele Bewerbende reinzubekommen, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden können“, so die Head of B2B.

„kununu Score von 5,0 sollte nicht das erklärte Ziel sein“

Flache Hierarchien, wöchentlicher Obstkorb und Tischkicker im Kreativraum: Derartige Benefits liest man häufig in Stellenausschreibung. Und genau hier liegt das Problem: „Die meisten EVPs sind austauschbar, wenn man sie übereinanderlegt“, merkt Gero Hesse an, der Unternehmen ermutigt, sich „nicht nur von der Schokoladenseite zu zeigen.“ Am Ende schaffe nicht der perfekte Hochglanz-Auftritt, sondern das authentische „Erleben der Mitarbeiter:innen den differenzierenden Wettbewerbsfaktor.“

Laut Glidden sollte demzufolge ein „kununu Score von 5,0 nicht das erklärte Ziel für Arbeitgeber sein.“ Anders als ein Produkt könnten Unternehmen nie makellos sein, da sich die Anforderungen und Wünsche an den aktuellen oder zukünftigen Job von Arbeitnehmer:in zu Arbeitnehmer:in unterscheiden. Daher sei es wichtig, die individuellen Merkmale nach vorne zu stellen, aber auch die Entwicklungsfelder nach außen zu tragen. „Arbeitgeber können gerne mehr Mut zum Profil haben und die Schwächen zeigen“, rät Glidden.

Weitere nutzvolle Tipps zum effektiven Umgang mit kununu sowie Ausblicke auf das, was Arbeitgeber auf der Plattform noch erwarten, können Sie im SAATKORN Podcast hören.

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